Korn

- oben: Normaler Edelkorund und Rosakorund, unten: Siliciumcarbid und Flint/Feuerstein
Korund ist das am häufigste eingesetzte Schleifkorn-Material. Die Härte und Zähigkeit der Körner hängt von der Reinheit des Korunds ab. Um diese Eigenschaften zu variieren, wird es bei der Herstellung mit andern Inhaltsstoffen, wie z.B. Metalloxyden, gemischt. Auch durch die Abkühlgeschwindigkeit lassen sich unterschiedliche Leistungsmerkmale erzielen. Siliciumcarbid ist wärmebeständig bis ca. 1400°C und zeichnet sich durch seine harten, scharfkantigen Kristalle aus. Es ist härter, aber auch spröder als Korund. Flint (Feuerstein) ist ein traditionell verwendeter Schmirgel, der heute nur noch selten Anwendung findet.
Die Korngröße wird nach den intenational festgelegten Normen (P) bestimmt. Die Korngrössen bewegen sich zwischen 1/1000 mm (P 2000) und 5 mm (P 4).
Streuung
Je nach Art wie dicht die Körner auf die Unterlage gestreut werden, ergeben sich unterschiedliche Merkmale des Schleifmittels.
Während sich eine geschlossene Streuung besonders beim Metallschleifen empfiehlt, eignet sich eine offenere Streuung beim Holzschliff.
Flexung

- Moderne flexible Schleifmittel zeigen eine grosse Variabilität der Oberflächen
Im Produktionsprozess wird das ausgehärtete und steife Bindemittel mit speziellen Flexstäben zwischen den Körnern gebrochen.
Mit dem Flexen wird eine gleichmässige Elastizität des gesamten Schleifmaterials erreicht.
Stearat
Die Beschichtung mit Stearat hat sich besonders beim Lackschleifen bewährt. Das Stearat verbindet den sehr leichten Lackstaub zu Klumpen, die leichter abgesaugt werden können. Zudem wirkt sich Stearat beim Lackschleifen kühlend auf Lacke aus, die durch ihre Thermoplastizität zum Schmelzen neigen.
Bei gleicher Korngröße wird ein mit Stearat beschichtetes Schleifmittel einen feineren Schliff erzielen als eines ohne Stearat.